Konflikt Mensch & Kunst

Der Mensch. 

 

Die vermeintlich überlegenden Artgenossen dieser Erde.

 

Bis sie auf etwas stoßen, was sie nicht unter Kontrolle halten können, dem sie absolut ausgeliefert sind: Kunst. Kreativität, Emotionen.

Gefangen in ihrer Macht, gezwungen zur Ehrlichkeit und der Bereitschaft, Schwäche zu zeigen. Erdrückt unter ihrer Last, gestützt durch ihre helfende Hand.

Der Konflikt mit sich selbst, mit der Wahrheit seines Inneren. 

 

Niemand möchte offen zugeben, wie es in  seinem Inneren aussieht.

Niemand möchte seine Ängste an die Welt hinausschreien, seine vernarbte Seele mit anderen teilen.

Und doch möchte jeder das Gleiche: Liebe und Gerechtigkeit.

Anerkennung und Zuspruch.

Ehrlichkeit. Wahrheit. 

 

Bei allen bleibt jedoch die gleiche Angst: Ignoriert zu werden.

Ausgestoßen zu werden, nicht zu dem Rest der Menschheit zu passen.

In Einsamkeit zu versinken.

Sich in seiner künstlichen Realität suhlen, statt die Realität des Tages zu leben. Jeder hat Angst vor irgendwas. Jeder hat Angst, sich in sich selbst zu verlieren. Sich selbst zu verlieren und nicht mehr zurückzufinden. 

 

...bis einige es schaffen, ihre Emotionen und Ängste in Taten umzusetzen. 

Nicht der Anerkennung wegen, sondern weil es sich wie Freiheit anfühlt. 

 

Die Freiheit, wenn die Finger über die kalten Tasten eines Klaviers gleiten und beginnen, die Melodie der Gedanken zu spielen.

Die Freiheit, wenn der Körper sich zum Rhythmus der Musik bewegt, ohne Kraft für die Technik aufbringen zu müssen.

Die Freiheit, wenn sich Worte zu Texten zusammenfügen und erst am Ende deutlich wird, was man anfangs fühlte. Die Freiheit, wenn Kreativität ein Mittel zum eigenen Zweck ist, ohne die Erwartungshaltung der anderen.

 

Und die Freiheit, endlich man selbst sein zu können, ohne fürchten zu müssen, es sei falsch was man fühlt.

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